Hunde und Katzen kommen auf ganz unterschiedliche Weisen miteinander aus. Dein Hund findet es super spannend und möchte spielen, deine Katze sieht den Hund eher als Eindringling. Sie wird es dich wissen lassen, indem sie faucht oder sogar nach dem Hund kratzt. Genau das wollen wir verhindern!

Hundewissenschaftler, Joke Monteny, ist hier um zu helfen 😊

Ein guter Start ist die halbe Miete

Vorbereitung ist essentiell für eine schonende Zusammenführung von Hund und Katze. Katzen mögen keine Veränderungen, daher helfen kleine Schritte sie an ihren neuen Mitbewohner zu gewöhnen! 

Mehre hundesichere Katzen-Ecken

Am Anfang solltest du alles, das der Katze gehört (Napf, Wasser, Katzenklo, Kratzbaum, Spielzeug) dorthin stellen, wo die Katze dran kommt, der Hund aber nicht. Komischerweise sind gerade Welpen verrückt nach Katzenmist … Du kannst auch mehrere hundesichere Plätze einrichten für Futter, zum Ausruhen und zum Verstecken

Die Bedeutung von Geruch

Gerüche sind für Katzen noch wichtiger, als für Hunde. Bevor der Hund also einzieht, kannst du die Katze an seinen Geruch gewöhnen, indem du ihr z.B. eine Decke des Hundes mitbringst. Es ist sinnvoll diese Decke an einen Platz zu legen, der später auch für den Hund bestimmt ist – in der Nähe des Bettes oder Napfes zum Beispiel. Vermeide sie nah an den Schlafplatz deiner Katze zu legen!

Schön dich kennen zu lernen, Mitbewohner!

Dog gives cat a high five!

Dein Hund zieht ein, Hurra! Wenn es soweit ist, dass dein Hund sein neues Zuhause erkunden darf, stell sicher dass deine Katze zunächst in einem separaten Raum ist. 

Erste Bekanntmachung durch Geruch

Eine gute Möglichkeit, deinen Hund und deine Katze einander vorzustellen, besteht darin, beide Tiere zu streicheln und sie durch den Geruch an deinen Händen einander bekannt zu machen. Um ihnen zu helfen, den „seltsamen“ Duft mit etwas Positivem in Verbindung zu bringen, gibt ihnen beiden Leckerlis - aber noch einmal: nur aus der Ferne. 

Face-to-Face Bekanntmachung

Die Zeit der tatsächlichen Zusammenführung ist gekommen? Versichere dich zunächst, dass beide Tiere ruhig sind. Wähle einen Ort, der für die Katze “sicher” ist. Als “Könige des Dschungels” lieben es Katzen zum Beispiel, wenn sie alles von einen hohem Punkt überblicken können. Lasse den Hund an der Leine und sich die Tiere mit etwas Abstand beschnuppern. Lass sie sich gegenseitig kennen lernen mit einem Zaun dazwischen. Oder lasse deine Katze in den Raum und beschäftige deinen Hund. Lass ihn zum Beispiel Leckerlis in einem Schnüffelteppich suchen, so dass er auf die Leckerlis fixiert ist und die Katze nicht beachtet (unsere Leckerlis sind einfach zu lecker dafür 😉). Auf diese Weise kann die Katze den Hund etwas näher kennen kernen. Klappt alles? Dann haben sie sich noch ein Leckerli verdient!

Falls deine Katze den Hund anknurrt oder faucht, bleib ruhig und lass sie machen. Deine Aufgabe ist es, den Hund bei dir zu halten, sodass er die Katze nicht direkt erreichen kann. Stelle sicher, dass deine Katze immer auf sicherem Wege an ihre Rückzugsorte gehen kann und der Hund sie dort nicht stört.

Denk’ dran:

  • Erzwinge nichts. Lass sich deine Tiere in ihrem Tempo kennen lernen
  • Halte die ersten Begegnungen kurz und immer unter Aufsicht

Cat wonders why the dog is eating from her bowl
Es wird nicht langer dauern, bis dein Hund und deine Katze länger zusammen bleiben können – vielleicht sogar ganz ohne deine Aufsicht. Wer weiß, sie könnten beste Freunde werden (besonders wenn sie beide Futter von Edgard & Cooper genießen dürfen)!

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