Schritt 1: Sicherheit schaffen

Für Welpen und adoptierte Hunde ist es wichtig, dass du sie in den ersten Tagen in einer neuen Umgebung niemals alleine lässt. Immerhin bindet sich ein Hund schon nach wenigen Stunden an die Menschen um ihn herum. Ein Gefühl der Sicherheit hängt ausschließlich von der Anwesenheit ihrer Bezugsperson ab.

Auch nachts möchte dein neuer Freund lieber nicht alleine schlafen. Du musst nicht gleich das Bett mit ihm teilen, aber das Schlafen im selben Raum kann tatsächlich dazu beitragen, ein Gefühl der Sicherheit zu schaffen.

Edgard sleeping.

Schritt 2: Körperliche Abwesenheit

Es wird einige Zeit dauern, bis sich dein Hund an die Vorstellung gewöhnt hat, dass er nicht die ganze Zeit in deine Nähe sein kann. Du kannst damit anfangen, den gemeinsam genutzten Raum gelegentlich zu verlassen, während du aber weiterhin sichtbar bleibst. Wenn sich dein Hund zum Beispiel im Wohnzimmer ausruht, kannst du in die Küche gehen. Verhindere, dass dein Hund dir folgt, indem du ein Hindernis wie ein Babygitter anbringst.

Wenn du es zum ersten Mal versuchst, ist es wichtig, Ruhe auszustrahlen. Auf diese Weise weiß dein Hund, dass es keinen Grund zur Sorge gibt. Kehre nach einer Weile in das Zimmer zurück und gehe direkt wieder raus, ohne dass dein Hund darauf achtet. Auf diese Weise lässt du deinen Hund wissen, dass das alles nichts besonderes ist.

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Step 3: Visuelle Abwesenheit

Wenn dein Hund es gewohnt ist, dass du dich in einem anderen Raum aufhältst, kannst du noch einen Schritt weiter gehen. Dazu musst du an einen Ort gehen, an dem dein Hund dich nicht mehr sehen kann. Dies kann geschehen, indem du die Tür der Räume zwischen euch schließt oder das Haus ganz verlässt. Wir empfehlen dir es langsam anzugehen: Gehe eine kurze Zeit raus, komme zurück und gehe dann wieder.

Du solltest auch darüber nachdenken, wann die beste Zeit zum Gehen ist. Zum Beispiel nach einem langen Spaziergang oder einer Spieleinheit. Achte auch genau auf das Verhalten deines Hundes und breche das Training ab, wenn er gestresst zu sein scheint. Diese Gestresstheit kann sich unterschiedlich äußern. Wenn dein Hund Dinge kaputt machen oder übermäßig hechelt oder sabbert, kann dies darauf hinweisen, dass er noch nicht bereit ist, alleine gelassen zu werden.

Dog waiting for his owner.

Bonus-Tipp: Führe ein Weg-geh-Ritual ein, das deinem Hund klar zu macht, dass du gehst. Damit willst du sagen: "Ich gehe, wir sehen uns später". Verabschiede dich nicht mit viel Liebe oder besonderer Aufmerksamkeit. Halte diesen Moment stattdessen so normal wie möglich. Auf diese Weise verursachst du keinen Stress beim Gehen und Wiederkommen.

Wenn du alle diese Schritte im Lerntempo deines Hundes befolgst, wirst du mit einem ausgelassenen Hund belohnt, der gut alleine bleiben kann.